Name
kommt von Gorde oder dän. Gaard = Edelhof. Hier
soll nach einer Sage eine Burg gestanden haben. Die
Warft soll hohl sein und einen unterirdischen Gang zum
Gut Seegarden haben. Anton Heimreich berichtet, daß
im 12. Jahrhundert König Canutus von Dänemark
nach einer verlorenen Schlacht unerkannt,,... sich daselbst
ein gantzes fahr auff der Gorde im alten koge auffgehalten
... " hat.(178*)
Hölle
Gemeint ist eine Stelle innendeichs
zwischen Süderoog-Abgangsstelle und Untjehörn
im Westerkoog. Mit de Hell, hochd. mit Hölle übersetzt,
wurde ein dort stehen-des Haus bezeichnet. Die ursprüngliche
Bedeutung sei „tiefes Loch”, von angels.
helan = verbergen, verwandt mit hochd. hehlen, verhehlen.(179*)
Die Angelstelle ist eine Pütt,
welche durch eine mehrere Meter tiefe Ausbaggerung für
die Deichverstärkung in den 50er und 60er Jahren
als teichartiges Gewässer entstanden ist. Hier
verläuft aber auch ein erst 1797 überdämmtes
Tief, das Fallig oder Falling Tief, bis zum Osterschütting.(180*)
In der Mejer-Karte von 1649 ist nördlich Pellworms
bei Königsbüll ein großer See mit „de
hell” bezeichnet, was fries. eine sehr niedrige,
tiefe Stelle bedeute.(181*)
Der ehemalige Bewohner des
Hauses, das der Ausbaggerung weichen mußte, allerdings
sagt, es habe „dat helle” geheißen,
weil es weiß angestrichen und alleinstehend gewesen
sei. Es hob sich also von der Umgebung ab und konnte
von weitem gut gesehen werden. Der Name Hölle sei
ein Jux, und man habe die Kinder des Hauses in der Schule
Höllenkinder genannt.
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